Sonne, Wind und das Steinhuder Meer – bessere Voraussetzungen für ein Segelwochenende kann es kaum geben. Über Pfingsten war die Seglergemeinschaft Hörstel erneut mit ihrer Jugendabteilung und mehreren Erwachsenenbooten in Mardorf zu Gast. Die Jugendherberge direkt am Wasser bot dabei wie gewohnt den idealen Ausgangspunkt für einige intensive Tage auf dem größten Binnensee Nordwestdeutschlands.
Mit dabei waren sechs Optimisten, vier Contender-Jollen, zwei Europe-Jollen, zwei Laser, sowie erstmals ein Finn Dinghy. Beachtlich war die inzwischen auf vier Boote angewachsene Contender-Flotte der SGH, nachdem ein weiterer Neueinsteiger den Einstieg in die anspruchsvolle Einhandklasse gewagt hat.
Das Wetter zeigte sich fast durchgehend von seiner besten Seite. Während der Wind am Samstag zunächst eher flau blieb, nutzten viele Segler die Gelegenheit, ihre Boote weiter zu optimieren, Einstellungen auszuprobieren oder gemeinsam zu fachsimpeln. Gerade diese ruhigen Stunden an Land gehören für viele ebenso zur Pfingstfreizeit wie das Segeln selbst. Unter dem großen Pavillon wurde viel erzählt, gelacht und natürlich auch ordentlich Seemannsgarn gesponnen. Am Sonntag zeigte das Steinhuder Meer dann, was es seglerisch zu bieten hat. Bei zunächst drei Windstärken, später auffrischend bis auf fünf Beaufort, herrschten ideale Bedingungen für anspruchsvollen Segelsport. Vor allem für die jüngeren Seglerinnen und Segler in den Optimisten wurde der große See dabei zu einer besonderen Herausforderung. Neben den Wellen stellte vor allem die Orientierung auf dem offenen Wasser neue Anforderungen. Anders als auf dem Torfmoorsee war das Ufer häufig weit entfernt und der Heimathafen nicht dauerhaft sichtbar. Die jungen Segler meisterten diese Bedingungen jedoch mit viel Konzentration und erstaunlich guter Bootstechnik– entsprechend groß war am Ende auch der Stolz über die eigenen Leistungen.
Auch die erfahrenen Segler kamen voll auf ihre Kosten. Besonders die schnellen und anspruchsvollen Einmann-Jollen Europe, Laser, Finn und Contender sorgten bei den kräftigeren Böen für viel Segelspaß und sportliche Bedingungen. So blieb die Pfingstfreizeit 2026 nicht nur wegen des sonnigen Wetters, sondern vor allem wegen der gelungenen Mischung aus Segeln, Gemeinschaft und vielen gemeinsamen Erlebnissen in bester Erinnerung. Für die SGH steht bereits fest: Auch im kommenden Jahr soll es wieder nach Mardorf gehen.






